Bericht aus dem Kirchenvorstand

Bericht aus dem Kirchenvorstand

20.03.2020 von Urs Ebenauer

Aus dem KV berichtet

Am 12. März trat der Kirchenvorstand zum zweiten Mal zusammen – sozusagen am Vorabend der Krise. Es wurde noch beschlossen, den Gottesdienst von den Gemeinderäumen in die Kirchen zu verlagern, um mehr Abstand einhalten zu können. Diese Beschlüsse wurden dann aber von der Ereignissen buchstäblich überholt. Schon die Gottesdienste am 15. März konnten nicht mehr stattfinden.
Seitdem berät ein informeller Krisenstab die Belange der Kirchgemeinde am Dom. Rechtlich fungieren dabei der KV-Vorsitzende Michael Steeger und Pfarrer Ebenauer als sein Stellvertreter als Not-Kirchenvorstand. Zu klären waren seitdem insbesondere die Fragen der Anstellung der Mitarbeiter der Domführung und die Antwort der Kirchgemeinde am Dom auf das komplette bzw. eingeschränkte Verbot von Gottesdiensten. Es wurden Videoandachten ins Leben gerufen, die schriftliche Verteilung der Predigttexte und auf Wunsch von CDs für ältere Gemeindeglieder ohne Internetzugang. Ebenfalls auf den Weg gebracht wurde ein Internetorgelkonzert von Domkantor Albrecht Koch als Ersatz für die ausgefallene Aufführung der Johannespassion.
Noch einmal zurück zur Sitzung: Es wurden auch einige Dinge beraten, die weiterhin von Bedeutung sind. So beschäftigt die Neuwahl des Kirchenvorstands den KV aktuell. Unter anderem müssen Kandidaten gefunden werden, die ihre jeweiligen Orte im gemeinsamen Kirchenvorstand vertreten. Noch der alte KV musste nach dem Ausscheiden des bisherigen Amtsinhabers einen neuen Diakoniebeauftragten benennen. Oliver John erklärte sich bereit, dieses Amt zu übernehmen. Beschlossen wurde das Ortsgesetz zum Kirchgeld als Grundlage der Kirchgeldbescheide, die allerdings vom Krisenstab erst einmal zurückgehalten wurden. Ebenso beschlossen wurde eine Weiterarbeit im Thema „Abendmahl mit Kindern“ sowie der Bauantrag für die Pfarrwohnung der Pfarrstelle mit Dienstsitz in Großschirma.
Die Mai-Sitzung des KV fand dann in einem verkleinerten Gremium statt, um mit den Verordnungen zum Schutz vor der Epidemie nicht in Konflikt zu geraten.
Nach einem Bericht zur Lage wandte sich der KV einem traurigen Thema zu, dem sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Im Rahmen des Präventionskonzepts der Evangelischen Kirche in Deutschland wurde ein Verhaltenskodex beschlossen, der von allen Mitarbeitern zu unterzeichnen ist.
Ein deutlich erfreulicheres Thema war der Beschluss des KV, einen Antrag zur Beauftragung Michael Steegers als Prädikant zu stellen. Nachdem wir durch Wegzug und Umgemeindung zwei Prädikanten verloren haben, freuen wir uns, dass mit Michael Steeger ein guter Prediger im Ehrenamt zur Verfügung stehen wird.
Da Gottesdienste wieder möglich sind, beriet der KV, wie diese durchgeführt werden können. Leider musste das Gemeindefest in der vorgesehenen Form abgesagt werden. Beraten wurde auch darüber, ob und wie die während des Gottesdienstverbots gefundenen alternativen Wege der Verkündigung fortgeführt werden können oder sollen. Darüber wird sich der Gemeindeaufbauausschuss Gedanken machen.
Da der Glockenstuhl in Kleinwaltersdorf erhebliche Schäden aufweist, wurde schließlich ein Bauantrag für eine Reparatur beschlossen. Spenden sind herzlich willkommen.
Zuletzt wurde ein Beschluss zum Umgang mit den 2019 erzielten Haushaltüberschüssen gefasst. Sie füllen eine Rücklage für Notfälle auf und werden den neuen gemeinsamen Internetauftritt finanzieren. Restliche Mittel werden nach Gemeindegliedern umgelegt und den Ortsausschüssen zur Verfügung gestellt.

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