Andacht für die Woche des Johannes-Festes

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Andacht für die Woche des Johannes-Festes

21.06.2022

von Pfarrer Justus Geilhufe

PAULUS IN EPHESUS

191Es geschah aber, als Apollos in Korinth war, dass Paulus durch das Hochland zog und nach Ephesus kam und einige Jünger fand. 2Zu denen sprach er: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie sprachen zu ihm: Wir haben noch nie gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt. 3Und er fragte sie: Worauf seid ihr denn getauft? Sie antworteten: Auf die Taufe des Johannes. 4Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße und dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen werde, nämlich an Jesus. 5 Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus. 6Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie und sie redeten in Zungen und weissagten. 7Es waren aber zusammen etwa zwölf Männer.

In dieser Woche erinnern wir Johannes den Täufer. Eine Gestalt unserer Heiligen Schrift, die schnell in den Hintergrund rückt und doch – wie die Geschichte von Paulus in Ephesus berichtet – ein wichtige Rolle für das Evangelium hat. Die Taufe stammt von Johannes. Jesus selbst hat sich von Johannes taufen lassen. Darüber war Johannes sehr erstaunt, weil er die Taufe erfunden hatte als ein Ritual der Reinwaschung, der Buße für die Sünden der Menschen. Johannes hat Jesus sofort als Messias erkannt und war deshalb ganz perplex als eben dieser Messias auf einmal zu ihm kommt und seine Taufe empfangen will. Aber Jesus forderte ihn auf ihn zu taufen und Johannes tat es.
Da ist die entscheidende Fähigkeit des Johannes. Er tat, um was Jesus ihn bat. Darin ist er uns Vorbild. Deshalb feiern wir als Kirche, als Kirchgemeinde und Gläubige, dass er geboren wurde, dass Gott ihn uns geschenkt hat. Denn wir sehen in ihm, was es heißt, Gottes Willen zu tun.
Auch die Taufe, die er sich ausgedacht hat, lässt sich so verstehen. Johannes hat gewusst oder ganz stark gehofft, geglaubt, dass der Messias bald kommt. Und er wollte das tun, was dieser Messias von ihm will. Die einzige sinnvolle Schlussfolgerung für ihn war, eine Taufe zu praktizieren, die die Menschen zur Buße bringt, damit sie dem Messias überhaupt begegnen können. Johannes will dem Messias dienen, indem er die Menschen auf ihn vorbereitet. Dass Jesus dieses Taufe ebenfalls empfängt ist das Signal an Johannes, dass das richtig ist, was er sich da ausgedacht hat.
Genau das weiß Paulus. Er weiß, dass die Taufe des Johannes eine Taufe zur Buße ist. Und er ist sicher froh, dass die Männer in Ephesus diese empfangen haben. Aber wie Johannes weiß er, es ist wichtig, das zu tun, was Jesus von einem verlangt und Jesus hat verlangt, dass die Taufe nun nicht mehr die Johannestaufe ist, sondern die Taufe, die den Messias in das Leben aller Menschen bringt. Deshalb müssen alle mit Wasser und dem Heiligen Geist getauft werden. Damit der Geist der Jesus selbst bewegt hat, nun durch die Taufe auch die Menschen bewegt.
Seien wir wie Johannes. Tun wir, was Jesus will und suchen unseren Weg, der dahin führt. Amen.

Lasst uns beten:
Herr wir bitten dich, dass Du uns durch deinen Geist das eingibst, was du von uns willst. Lass uns Johannes immer wieder zum Vorbild werden. Und lass uns die Freiheit spüren, die deine Taufe uns gegeben hat. Berufe uns immer wieder neu und begleite uns.

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

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