Infos zur Kirchensteuer

Infos zur Kirchensteuer

07.03.2014 von Mark Zink

Information aus dem Landeskirchenamt: Keine Neue Kirchensteuer!

Informationen zum geänderten Erhebungsverfahren der Kirchensteuer auf Kapitalertragsteuer (Abgeltungssteuer) ab 2015

Liebe Gemeindeglieder, zurzeit weisen Banken, Kreditinstitute oder Versicherungen ihre Kunden darauf hin, dass sie die Kirchensteuer auf Kapitalerträge (also zum, Beispiel auf Zinsen) ab dem 1. Januar 2015 automatisch einbehalten werden. Dazu möchten wir Ihnen gerne einige Informationen weitergeben:

Das Wichtigste zuerst:

Es geht ausschließlich um die Vereinfachung eines Verfahrens – es gibt keine neue Steuer und keine Steuererhöhung!

Um welche Steuer geht es?

Es betrifft die Steuer, die für Kapitalerträge, also zum Beispiel für Zinsen von Kapitalvermögen, anfällt. Dabei gib es einen Freibetrag: Solange die Erträge aus Ihrem Kapital unter 801€ (für Alleinstehende) bzw. unter 1602 € (für Ehegatten) bleiben, müssen Sie dafür weder Steuer noch Kirchensteuer zahlen. Wenn Sie darüber liegen, fällt eine staatliche Kapitalertragssteuer von 25 Prozent an, auf die die bekannten 9 Prozent Kirchensteuern zu zahlen sind. Zuviel einbehaltene Steuer bekommen Sie über die Einkommenssteuererklärung zurück erstattet.

Um welches Verfahren geht es?

Wenn die Kapitalertragssteuer fällig wird, führen die Banken diese direkt an die Finanzämter ab. Für die Kirchensteuer mussten bisher Sie selbst einen Antrag stellen. Das ist nun NEU! Die Bank bekommt (in verschlüsselter Form) mitgeteilt, dass Sie der evangelischen Kirche angehören. Darauf hin kann sie die Kirchensteuer direkt an die Landeskirche weiterleiten.

Datenschutz und Einspruchsmöglichkeit

Die Mitarbeiter der Bank können nicht sehen, welcher Religionsgemeinschaft Sie angehören. Wenn Sie trotzdem nicht wollen, dass diese Information an die Bank weitergeleitet wird, können Sie dem Verfahren widersprechen. Sie sind dann verpflichtet, wie bisher im Rahmen der Steuererklärung die entsprechenden Angaben zu machen.

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