Grußwort des Vereinsvorsitzenden zur Eröffnung des Kreuzgangs am 28.09.2019

Grußwort des Vereinsvorsitzenden zur Eröffnung des Kreuzgangs am 28.09.2019

10.10.2019 von Otto Schröder

Grußwort des Vereinsvorsitzenden zur Eröffnung des Kreuzgangs am 28.09.2019

Sehr verehrte Gäste, liebe Gemeinde,

ich freue mich, an dieser Stelle das Wort ergreifen zu dürfen, denn wir erleben mit der Eröffnung des „eigentlichen“ Kreuzganges – diese kleine Einschränkung muss sein – einen denkwürdigen Moment. Und es gab ein weiteres merkwürdiges, also ein des Merkens würdiges, Ereignis in den letzten Tagen.

Ein neuer Verein hat sich in Freiberg gegründet. Er trägt den schönen Namen „Verein Förderer am Dom St. Marien Freiberg“ und es kann kaum einen besseren Tag geben, um damit an die Öffentlichkeit zu gehen, als heute, wo wieder ein wichtiger Schritt zur Erhaltung des Freiberger Domes als Kirche und als Kulturdenkmal getan ist.

Denn genau dies gehört zu den Zielen, die sich der neue Förderverein gesetzt hat: Die Erhaltung des Bauensembles von Dom und Kreuzgang, die Pflege der Kunstschätze und die Förderung der kirchenmusikalischen Arbeit finanziell, ideell und auch tatkräftig zu unterstützen. Eine erste Aufgabe, die in Angriff genommen werden soll, gibt es auch schon: Die Beschilderung der Epitaphe im Kreuzgang.

Weitere werden folgen und dabei werden viele Schritte zu tun und manche Last zu tragen sein. Und Lasten tragen sich besser, wenn sie auf vielen, auf breiten Schultern ruhen. Vielleicht so, wie es uns der Bergmann an der Kanzel im Dom zeigen kann: Seit weit über 300 Jahren trägt er geduldig die Treppe und wirkt so fast unsichtbar, aber doch an wichtiger Stelle, zum Gelingen des Gottesdienstes mit.

Nicht jeder ist in der Lage, eine Kanzeltreppe zu tragen. Das ist auch nicht notwendig, denn es werden an vielen Stellen kleine Bausteine benötigt, die zusammen eine große Wirkung entfalten. Man schaue sich nur einmal die Annenkapelle von außen an: Die Handwerker haben nicht gesagt, die Steine sind uns zu klein, nein, sie haben unverdrossen aus vielen kleinen Steinen eine imposante Wand errichtet. Ähnlich, wie viele kleine Noten, von einem Komponisten wohl geordnet, eine wunderbare Sinfonie ergeben können.

Lassen Sie sich in diesem Sinne herzlich einladen, die Arbeit der Domgemeinde weiterhin, auch auf neuen Wegen, zu unterstützen. Das Beste daran: Ein Teil der Unterstützung lässt sich ganz leicht automatisieren. Wenn Sie das Beitrittsformular ausfüllen und uns zukommen lassen, erledigt sich der Rest von ganz allein.

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