Sechs Glocken hängen im Glockenturm des Freiberger Doms - das ist einmalig in Sachsen. Vier davon stammen aus dem 15. Jhdt., sie wurden nach dem letzten großen Brand 1484 in der berühmten Gießhütte der Familie Hilliger gegossen.
Sechs Glocken hängen im Glockenturm des Freiberger Doms - das ist einmalig in Sachsen. Vier davon stammen aus dem 15. Jhdt., sie wurden nach dem letzten großen Brand 1484 in der berühmten Gießhütte der Familie Hilliger gegossen.
Die Große Orgel auf der Westempore des Domes wurde in den Jahren 1711 bis 1714 von Gottfried Silbermann erbaut. Es war das erste große Instrument des damals erst 27jährigen Orgelbauers.
In Freiberger Werkstätten wurde der Zyklus der klugen und törichten Jungfrauen nach einem Gleichniss der Bibel (Mt 25,1-13) gearbeitet. Die geschnitzen Holzskulpturen aus der Gotik (1515) stehen an den Freipfeilern des Domes. Die klugen Jungfrauen stehen an den Nordpfeilern des Domes und werden dadurch von den Sonnenstrahlen und zeichnen sich durch die Kronen aus, die sie dem Himmelreich zugehörig ausweisen.
Namensgebend waren Bergleute, die den Aufgang und den Kanzelkorb tragen. Aufmerksamkeit verdienen die Reliefs an der Aufgangswange mit Szenen der Passion Christi. Interessant ist die Darstellung des Auferstehungsthemas auf dem Schalldeckel. Ein Bergmann hat hier die Rolle eines Grabwächters übernommen. Von dieser Kanzel wird sonntags gepredigt.
Diese Kanzel (Porphyrtuff, um 1505) gilt als ein Hauptwerk des Meisters „H.W.“. Der kräftige Mittelstamm wird von Pflanzen und Engeln umspielt. Auf einem Ring aus Weintrauben ruht der Kanzelkorb, der mit vier Büsten der Kirchenlehrer geschmückt ist. Die Weintrauben weisen auf Christus und das Abendmahl hin. Die Tulpenkanzel wird als Festtagskanzel zu hohen kirchlichen Feiertagen benutzt.
Dieses Schnitzbildwerk aus Lindenholz (um 1430) verdient besondere Beachtung. Es handelt sich um ein farbig gefasstes Vesperbild, welches bereits in der romanischen Basilika stand. In ergreifender Form wird das Thema der trauernden Gottesmutter mit dem Leichnam Christi nach der Kreuzabnahme gezeigt. Der Christuskopf ist seit etwa 1480 mit echten Roßhaaren bedeckt.
Das Altarbild (1560) zeigt – in Farbe und Komposition der Cranachschen Malschule ähnlich – im Vordergrund die Feier des Abendmahles durch die Gemeinde nach lutherischer Lehre, nämlich in beiderlei Gestalt. Dagegen sieht der Betrachter in der mittleren Bildhälfte, wie Christus im Beisein seiner Jünger am Gründonnerstag das Abendmahl einsetzt. Der reich verzierte Renaissance-Rahmen ist 1649 hinzugefügt worden.
Nachdem Gottfried Silbermann 1717 in der Freiberger Jakobikirche sein zweites Freiberg Instrument gebaut hatte, erhielt er 1718 vom Freiberger Rat den Auftrag, eine einmanualige Orgel für die Johanniskirche zu bauen. In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde sie in den Dom umgesetzt.
Die 1225 über dem Lettner errichtete Triumpfkreuzgruppe zeigt Christus nicht nur als Leidenden, sondern als siegreichen Überwinder des Todes. Ergreifend ist das Antlitz Christi dargestellt. Seitlich unter dem Kreuz stehen Maria und Johannes als Zeugen der Kreuzigung. In ihren Gesten und Gesichtern sind Schmerz und Trauer ablesbar.
In der Nähe des Altars hat ein Renaissance-Taufstein aus Sandstein seine Aufstellung gefunden. Er ist eine Stiftung Herzogs Heinrich des Frommen und seiner Frau Katharina. Kinder in Taufgewändern zieren den Taufstein. Die zinnerne Taufschale ist mit der Jahreszahl 1531 versehen.
Die Annenkapelle ist ein zweischiffiger, spätgotischer Raum (1514), deren Decke mit kunstvoll gestaltetem Schlingrippengewölbe gestaltet wurde. In ihr befindet sich die Madonna der Familie Monhaupt aus dem Jahr 1513.
Von 1541 bis 1694 wurden neun lutherische Landesfürsten in der kunstvoll ausgestalteten Begräbniskapelle beigesetzt. Auf dem Hauptsims halten in 12 Metern Höhe 34 Engel Musikinstrumente, davon sind 21 originale Renaissance-Instrumente, gebaut um 1592/94.
Die Goldene Pforte (1225) am Freiberger Dom ist ein herausragendes Kunstwerk der Spätromanik von europäischem Rang. Dehio nennt sie „an Pracht selten, an innerem Adel niemals mehr überboten.“
Der Apostelzyklus ist 1505 entstanden und ziert die tragenden Pfeiler des Domes. Die Arbeit wird dem Bildschnitzer Philipp Koch zugerechnet, der um 1500 in Freiberg tätig war. Sehr realistisch und ausdrucksstark sind die Gesichtszüge der Apostelfiguren herausgearbeitet.
1510/14 wurde der Kreuzgang mit Maßwerkfenstern und Netzrippengewölbe errichtet. Er begann am einstigen Südquerarm der Basilika und führte zur Annenkapelle, umschloss damit den „Grünen Friedhof“.
Der Oberberghauptmann Georg Friedrich von Schönberg hatte schon 1658 das südliche an die Annenkapelle stoßende Joch des Westflügels des Kreuzganges als Grabkapelle inne. Sein Sohn Caspar gestaltete die Kapelle 1671/1672 mit Stukkaturen, Wappen, Gittern und einem Epitaph aus.
Von schlichter barocker Schönheit sind die zur Zeit August des Starken (gest. 1733) unterhalb der Emporenbögen eingefügten zwei Fürstenlogen (um 1728), deren Entwürfe auf den Oberlandbaumeister Pöppelmann beruhen. Vorderseitig sind das kursächsisch/polnisch/litauische Wappen, das Monogramm FAR sowie die polnische Königskrone zu sehen, ein Hinweis auf die 1697 erfolgte Krönung Friedrich August I, gen. August der Starke, zum König von Polen.
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